Cotopaxi-Tour 09. - 10. Juli
Cotopaxi, der weltweit hoehste freistehende Vulkan mit 5.897 Metern.

Cotopaxi, ich war da... Am Samstag um 10 Uhr ging es in Quito mit der Agentur "Condor Trekk" Richtung Cotopaxi los. Drei Personen fahren in einem Jeep ueber holprige ecuadorische Strassen. Der Eindruck aus der Hauptstadt taeuscht, da ausserhalb Quito viele Strassen aus holprigen Pflastersteinen bestehen oder einfach nur so ne Staubstrasse durch die Pampa sind. Werd ich ja auf meiner Reise durchs Land noch genug kennen lernen. Der Guide Fausto, Adri (ein 14-jaerhiger Ecuadorianer) und ich holperten also zwei Stunden von Quito aus Richtung Sueden zum Cotopaxi-Nationalpark. Nachdem wir ne Weile mit dem Jeep den Vulkan hochgefahren sind mussten wir ab dem Parkplatz ca. 45 Minuten zum Refugio (ne Berghuette halt) ueber Geroellfaelder hochlaufen (sorry, ich hab hier einfach keine Umlaute). Nachdem wir unsere "Betten", wenn manns so nennen kann, mit unseren Schlafsaecken belegt hatten ging Fausto mit uns zur "Eisschule" auf die Schnee-/Eisfelder des Cotopaxi und zeigte uns wie wir mit Steigeisen und Eispickel am Sonntag den Berg besiegen sollen. Einer seiner vielen Sprueche lautet uebersetzt so: "Die Berge sind wie die Frauen im Bett. Sie bestimmen wer auf sie hoch kommt!" Ist nicht von mir! Wollte nur eine kleine ecuadorianische Lebensweisheit nach Europa bringen. :)
Anschliessend gabs dann Abendessen und so um 19.00 Uhr sind wir in die Kojen, aber schlafen...? Daran war nicht zu denken. Hab in der Nacht kein Auge zu gemacht (das natuerlich schon aber geschlafen hab ich halt nich). Immer sind irgendwelche Leute durch das Nachtlager geschlichen (schoen ausgedrueckt - getrampelt wuerde wohl eher passen) und die Hoehe der Huette mit 4.800 Metern hat glaub ich ihr uebriges getan. Nun ja, um 0.00 Uhr standen auf jeden Fall alle auf und richteten sich fuer den Aufstieg. Waren viele Deutsche und Amis da. 1.00 Uhr - und ich machte mich mit Fausto und Adri (ich werde ihn noch hassen lernen) auf den Weg. Zunaechst auf Geroellfeldern, bald dann aber auf dem Gletscher mit Steigeisen steil bergauf. Hab ja eher an mir gezweifelt, von wegen Kondition und der Hoehe und so, aber Adri ist ja vielleicht ne Flasche. War auch mein erster Gedanke, ob man einen 14-jaehrigen wirklich auf nen fast 6.000er schicken soll. Gegen Ende schmiss er sich fast alle 5 Minuten in den Schnee und wir mussten auf ihn warten. Waren ja mit nem Seil verbunden, damit keiner runnafaellt. Ok, fuer mich wars natuerlich auch kein Spaziergang... War schon ganz schoen heavy. Immer so in Hauswandsteile (fast) den Berg hoch, da kommt man schon ganz ins Schnaufen. War aber irgendwie genau so cool wie verrueckt morgens um 1 mit Stirnlampen nen Vulkan hoch zu klettern. Fausto hat sich auf dem Weg schon oefters mal ueberlegt, ob es nicht besser waer umzukehren da nach sieben Stunden Aufstieg halt auch nochmal drei Studen Abstieg dazukommen, wofuer man ja auch noch ein bisschen Kraft und Konzentration braucht. Ich hab nur gebetet dass der Zwerg durchhaelt, da das ja sonst heissen wuerde dass wir alle drei umkehren muessen, da man in dem steilen Gelaende keinen ohne Sicherung und Bergfuehrer alleine stehen lassen kann (obwohl, warum denn nicht...). Und natuerlich kam es wie es kommen musste. 300 Hoehenmeter vor dem Krater gab der Zwerg auf und Fausto blieb nichts anders uebrig als mit uns umzukehren. So ein Sch****! Die zwei Stunden haette ich schon noch geschafft. Nach 2/3 umzukehren ist halt schon doof, vor allem wenn man selbst nicht schuld ist. Fausto entschuldigte sich bei mir und es ging wieder nach unten. Auf dem Weg trafen wir dann noch ne deutsche Seilschaft und Fausto fragte ob von denen nicht vielleicht auch einer fertig ist, damit wir tauschen koennten und ich doch noch nach oben koennte... Aber naja, dem war halt nicht so und ich musste wohl oder uebel mit runter.
Aber eigentlich wars schon ganz schoen, nur waer ich halt schon gern oben gewesen da an dem Tag auch suuper Wetter war und die Strecke technisch eigentlich nicht sehr anspruchsvoll war. Nur kaempfen musste man halt, da es schon sauanstrengend war. Bei meinem naechsten Aufenthalt in Ecador dann *g*
1 Kommentare:
Hallo Jojo, endlich ist dein Traum in Erfüllung gegangen. Nur schade dass Adri so kurz vor dem Ziel schlapp gemacht hat. War die Luft da oben nicht ein bisschen duenn? Heute abend hoeren wir ja noch voneinander.
Gruss Papi und Mami
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