Dschungelnews
Jetzt melde ich mich aus der ecuadorianischen Dschungelhauptstadt Tena. Am Montag hab ich ja meine letzte Unterrichtsstunden in der Sprachschule gehabt und muss mich jetzt mit meinem geballten :) Wissen alleine durch Ecuador schlagen. Am Dienstag bin ich dann mit dem Taxi zum Terminal Terestre (Busbahnhof) in Quito gefahren. Nach ner Weile suchen hab ich dann auch den Schalter meiner Buskooperative gefunden. Die ham da alle rumgeschrien, als ob die Reisenden noch nicht wuessten wohin sie wollen. Beim Fruehstueck hat mich die "Mama" noch zum Mittagessen an meinem letzten Tag eingeladen. Meinen Koffer hab ich ja noch bei der Familie und bekomm dann naechste Woche dort nochmal was leckeres zum Essen und kann auch nommel duschen. Wie schoen. Mit dem Bus giengs dann also in 5,5 Stunden ueber Andenpaesse in das Amazonasbecken. Der Temperaturunterschied ist gewaltig. Waehrend es in Quito so 15 - 20 Grad hatte ist´s hier bei 33 Grad richtig drueckend und schwuel. Nach meiner Ankunft hab ich dann auch recht schnell das Hotel des deutschen Michael gefunden, der urspruenglich aus Konstanz kommt und hier ein Hotel und eine Reiseagentur hat. Hab grad noch das letzte Zimmer bekommen, Glueck gehabt. Am Tag danach gieng es nach einem deutschen Fruehstueck mit Spiegelei, Weckle mit Marmelade und dem leckern Saft den´s hier immer und ueberall zum Fruehstueck gibt los auf Raftigtour auf dem Rio Napo. Zwei Amis, zwei Guides und ich. Sind dann 26 km auf dem Rio Napo gefahren und haben zwischendrin Pausen zum baden und fuer ein leckers Mittagessen gemacht. Der Fluss hat die Schwierigkeitsstufe 3+, was wohl auch fuer Anfaenger machbar ist, aber ich denk mal dass Michi der einzigste ist, der mit der Zahl was rechtes anzufangen weiss. War echt cool! Zwei mal ist das Boot umgekippt und wir alle rausgefallen. Lustig! Der Guide heisst uebrigens auch Fausto, wie der auf dem Cotopaxi. Abends wollte ich noch was essen und hab dann beim zweiten Versuch auch das Restaurant "La Masilla" gefunden. (Hab´s gestern Abend schon gesucht - vergebens) Da gibt es leckere Tacos und Pizzen, desshalb werd ich da gleich nochmal hingehen. Bin dann zuerst allein am Tisch gesessen, kurz darauf haben mich aber drei Europaeer an ihren Tisch eingeladen. Einer aus Schottland (das Englisch versteht man fast nicht), einer aus Irland und eine aus UK. Haben dann a bissle gelabert, getrunken, gegessen und sind dann gegen spaeter unserer Wege gegangen. Heute Morgen hab ich bei Michael meine Uebernachtungen in seiner Residencia Limoncocha und die Raftingtour bezahlt und bin mit meinem Rucksack durch Tena zu Gabriel gelaufen, der mich am Abend zuvor auf der Strasse angequatscht hat, um mit ihm und zwei anderen Touris eine Tour in den Selva (Wald) zu machen. Haben dann aufgeblassene LKW-Reifen auf ein "Taxi" aufgeladen und sind los in die Pampa. "Taxis" sind hier Pickups, ueberhaupt gibt es hier echt nur, wirklich nur, Jeeps. Kein Wunder bei den Strassen - die wenigsten sind geteert. Im Dschungel haben wir dann eine Indiofamilie besucht, die Mitten in der Pampa lebt... Koennten wir uns glaub ned vorstellen. Total abgeschottet von der Aussenwelt, einfach so im Wald. Spaeter sind wir dann tiefer in den Dschungel und konnten Limas und Orangen direkt von den Bauemen essen. Coole Sache! Will auch nen Orangenbaum zu Hause. Gabriele hat uns zu jedem Kraueterding erzaehlt, fuer was es gut ist und welche Wundnen oder Beschwerden man damit heilen kann. Unser Fortbewegungsmittel waren unsere Reifen, mit denen wir auf dem Rio Anzu die einzelnen Stationen angefahren haben. Der Dschungel ist echt schoen. Schade, dass ich nicht mehr Zeit hab um tiefer in ihn hinein zu kommen. Alles so gruen und so dicht... Die Bilder werden es dann besser erklaeren. Jetzt sitzt ich hier in Tena im Internetcafe und versuch mir die Nacht um die Ohren zu schlagen weil ich mir ne Uebernachtung sparen will und um 24.00 Uhr mit dem Bus nach Baños weiterfahren will. On the road again... Da soll´s ein ganz tolles Thermalbad geben, das schon um 4.30 Uhr aufmacht. Optimal, genau meine Zeit bei der ich wohl in Baños ankommen werde. Mittags ist das Bad anscheinend voll ueberfuellt und desshalb denk ich mal,hab ich so den optimalen Plan fuer die naechsten Tage. Werd jetzt dann mal zum Terminal Terestre gehen und schauen, ob der Bus auch so faehrt wie ich mir das vorstell und danach in der Pizzeria und den Strassen Tenas bis um 24.00 Uhr warten. Isch halt ganz anders wie Quito hier. Alles ungefaehrlich, keine boessen Menschen, keine Diebe... Einfach sicher halt, sogar Nachts. Adios und bis bald - euer Jojo.
1 Kommentare:
Hallo Jojo, wenn ich dies lese waere ich am liebsten mit dabei. Doch wir sind froh wenn du wieder im Obertal bist. Pass auf dich auf! Gruss Papi und Mami
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